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Pferdepflege und Versorgung

Pferdepflege & Versorgung

Eine fachgerechte Pflege und Versorgung ist ein wichtiger Bestandteil für das Wohlbefinden und die Gesundheit eines Pferdes. Selbst kleine Irritationen (Rötungen, kahle Stellen, Schorf und Grind, nässende Stellen usw.) von Fell und Haut können Anzeichen einer geginnenden Erkrankung sein.

Wenn möglich sollte man das Pferd draußen putzen, denn das Putzen wirbelt Staub auf und sollte daher auf keinen Fall in der Box stattfinden. Der Staub könnte sich auf den Einstreu, im Futtertrog oder in der Selbsttränke ablagern!

 

Pflege vor dem Ritt

Das Fell sollte von oberflächlichem Schmutz, Staub und verklebten Stellen gereinigt werden. Pferde, die im Freien gehalten werden müssen dabei gar nicht staubfrei geputzt werden. Im Gegenteil – die Fett-Staub-Schicht bietet sogar eine zusätzliche Isolation gegen Witterungseinflüsse.

Gewöhne dir an beim Putzen das Pferd abzutasten. Manche Veränderungen von Haut und Bindegewebe sind auf dem ersten Blick nicht erkennbar aber fühlbar.

Achte vor jedem Ausritt auf evtl. Alarmsignale wie z.B.:

  • Druck- und Scheuerstellen
  • Offene Wunden
  • Schwellungen an den Gliedmaßen
  • Scheinbar unbegründetes Schwitzen
  • Ausfluss aus der Nase
  • Trändende Augen
  • Husten
  • Lahmheit
  • Deutlich verändertes Verhalten
Auch scheinbar harmlose Druck- und Scheuerstellen im Bereich von Sattel- und Gurtlage bzw. der Trense können sich rasch zu schwierig zu behandelnden Wunden entwickeln, wenn das Pferd nicht entsprechend geschont wird.

Die Hufpflege

Auf Schotter und Asphalt werden Pferdehufe ganz besonders beansprucht. Kleine Steine, Zweige oder andere Fremdkörper können sich leicht im huf festsetzen.
Daher müssen die Hufe vor und nach jedem Ausritt gründlich kontrolliert und ausgekratzr werden. Auch unterwegs, wenn dein Pferd nicht mehr richtig auftritt, können die Ursachen ein loses Hufeisen oder eben Fremdkörper im Huf sein.
Gerade bei Stallhaltung ist die Hufpflege besonders wichtig. Da Pferdehufe Wasser speichern um ihrer Geschmeidigkeit zu erhalten ist es wichtig, dass sie regelmäßig mit Wasser in Kontakt kommen. Vermeide aber den Einsatz scharfer Bürsten und Scheuermittel, dadurch kann die schützende Glasurschicht an der Hufoberfläche zerstört werden.
Nach der Reinigung können die Hufe mit einem speziellen Huffett bearbeitet werden, das die Feuchtigkeit knserviert.

Regelmäßige Säuberung auch mit Wasser ist der wichtigste Faktor für die Gesundheit der Hufe. Die Hufe werden immer von den Trachten aus in Richtung Hufspitze ausgekratzt. Stell dich beim Aufheben der Hufe immer mit dem Rücken zum Pferdekopf!

Pflege nach dem Ritt

Ebenso wichtig wie die Pflege vor dem Ritt, ist die Pflege nach dem Ritt.
Damit sich keine Druck- oder Scheuerstellen bildenm müssen angetrocknete Schmutz- und Schweißränder beseitigt, Fremdkörper aus dem Fell entfernt und die Haare entwirrt und geglättet werden.
Je nach Wetterlage wird das Pferd trocken abgebürstet oder zum Teil abgewaschen (bzw. mit einem Schlauch abgespritzt). Dabei solltest du aber immer auf die Außentemperatur beachten. Wenn die Außentemperatur deutlcih über dem Gefrierpunkt liegt, kannst du ohne Probleme die Hufe und Beine bis zum mittleren Gelenk mit einem Schlauch abspritzen. Fange am Besten an den Hinterbeinen an und von den Hufen an aufwärts.

Pferde können stark schwitzen und verklebte Stellen hindern den natürlichen Temperaturausgleich. Daher sollte der Schweiß so schnell wie möglich vom Fell entfernt werden.
Bei milder Wetterlage kannst du das Fell am einfachsten mit lauwarmen Wasser und einem weichen Schwamm abwaschen.

Kaltes Wasser auf dem Rücken oder am Bauch ist für ein Pferd ebenso unangenehm wie für uns Menschen.

Ein Pferd mit nassem Fell sollte so schnell wie möglich trocknen können. Die kannst du entweder mit einem sogenannten Schweißmesser (an den Beinen das Wasser mit der Hand abstreifen), oder du führst das Pferd (möglichst in der Sonne) trocken. Achtung bei Kälte. Dann musst du das nasse bzw. feuchte Pferd unbedingt vor Zugluft und vor Wind geschützt an einen entsprechenden Standort bringen! Mit einem großen Handtuch oder einem Strohwisch kannst du nachhelfen.
Damit keine verklebten Stellen zurückbleiben wird das trockene Pferd noch einmal übergeputzt.

Steht dir nach dem Ritt kein Wasser zur Verfügung, musst du das vollständig getrocknete Fell gründlich abbürsten. Sand und Schmutz lassen sich im trockenen Zusatnd leicht abbürsten.

Solltest du bei kühler Witterung eine Abschwitzdecke benutzen, achte unbedingt darauf, dass du sie spätestens nach einer halben Stunde kontrollierst und evtl. austauscht. Denn nasse Decken können schlimmer sein als gar keine!

Die Reihenfolge

Gehe beim Putzen am besten immer nach einem gleichen Ritual vor.
Die sicherste Stellung ist neben der Pferdeschulter. Putze in Fellrichtung von vorn nach hinten. Am Besten teilst du gedanklich dein Pferd in drei Abschnitte ein. So kannst du nichts vergessen. Sicherheitsabstand beim Seitenwechsel beachten.

Fellpflege

Das gesamte Fell (auser dem Kopf) wird mit einem sogenannten Striegel mit kreisförmigen Bewegungen aufgeraut. So gelngen Fremdkörper an die Felloberfläche.
Anschließend wird mit der Bürste (Kardätsche) in langen streichenden Bewegungen in Fellrichtung geglättet. Zwischendurch die Bürste immer wieder am Striegel abstreifen.
Zum Schluss ist der Kopf dran. Um den Kopf gründlich reinigen zu können, nimmst du vorher das Halfter ab. Der Kopf wird dann mit einer weichen Bürste oder einem Lappen geputzt.

Mähne und Schweif werden mit einer speziellen Mähnenbürste bzw. Mähnenkamm gekämmt. Achte darauf, dass keine Haare verloren gehen, denn das Nachwachsen kann bis zu 7 Jahren dauern.

Zusammenfassung:

  • Plege nach dem Reiten die Hufe deines Pferdes
  • Kontrolliere regelmäßig die Stellen, an denen Sattelzeug, Trense oder auch anderes Zubehört aufgelegen hat
  • Arbeite mit Wasser nur der Witterung entsprechend
  • Manche Pferde haben Angst vor einem Wasserschaluch, aber auch vor dem Wasserstrhl. Sei also bitte vorsichtig
  • Schütze das Pferd evtl. mit einer Decke vor Zugluft
  • Pferde mit sehr langem Winterfell, die bei der Arbeit übermäßig schwitzen, können geschoren werden

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