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Führen & Anbinden


Strick & Halfter Immer wieder stellt sich heraus, dass selbst erfahrende Reitsportler den Umgang mit dem Pferd nicht sicher genug beherrschen. Leicht gerät in Vergessenheit, dass Pferde kräftmäßig dem Menschen einfach überlegen sind. Wenn ein Pferd nicht geführt werden will, hat der Pferdeführer im Kräftevergleich keine Chance.
Ein wichtiger Faktor, dass Pferde sicher geführt werden können, ist eine gute Erziehung.

Tagtäglich werden Pferde mit Strick und Halftern geführt. Halfter gibt es in den Ausführungen, die entweder am Genick oder am Kehlriemen geschlossen werden.

Zum Aufhalftern stellst du dich links neben das Pferd, fasst mit der rechten Hand unter dem Hals des Pferdes durch und legst die rechte Hand auf den Nasenrücken. Dann kannst du das Halfter von der linken in die rechte Hand übergeben und von unten nach oben über den Pferdekopf streifen.

Führen am Führstrick

Der Führstrick wird im mittleren Ring unter dem Halfter befestigt. Wenn du das Pferd z.B. zum Putzen anbinden möchtest, solltest du einen Anbindestrick mit einem sogenannten Panikhaken benutzen. Dieser lässt sich auch dann noch öffnen, wenn ein Pferd in Angst oder Panik mit aller Kraft dagegen zieht. Achte nur darauf, dass er sich nicht versehentlich allein öffnet. Ausserhalb der Stallanlage ist es daher sicherer, das Pferd mit einem Karabinerhaken zu führen, da der sich nicht von allein öffnen kann.

Gehe zum Führen auf der linken Seite des Pferdes in Schulterhöhe mit. Fasse den Strick drei bis vier handbreit unterhalb des Hakens an. Das Ende des Strick hältst du mit der linken Hand fest.

Führe ein Pferd nie mit blankem Halfter ohne Führstrick. Eine heftige Kopfbewegung genügt ihm, um sich loszureißen!
Wickle dir niemals den Führstrick um die Hand! Wenn das Pferd in Panik zu fliehen versucht, musst du schnell loslassen können, um nicht mitgeschleift zu werden!

Ein unruhiges Pferd kannst du durch kurzfristiges verstärken des Druckes auf den Pferdekopf beruhigen bzw. abzubremsen. Hilfreich ist auch ein leichtes Vorgehen und das Anheben die Hand vor das linke Auge des Pferdes.

Führen an der Trense

Situationen, die für ein Pferd beunruhigend wirken können, wie z.B. im Strassenverkehr, bietet das Führen mit einer Trense mehr Sicherheit.
Jeder Pferdehalter sollte eine Trense fachgerecht anlegen können. Bei angenommen Zügeln drückt das Gebiss auf Kinnladen und die Zunge und signalisiert dem Pferd, dass ihm bei Gegenwehr Unannehmlichkeiten drohen. Aber Achtung: das Pferdemaul ist sehr empfindlich und daher sollte jeder unnötie Ruck vermieden werden.
Zum Führen an der Trense werden die Zügel über den Pferdehals nach unten genommen. Zwei Finger der rechten Hand fassen hinter den beiden Gebissringen zwischen die Zügel. Die beiden Finger zwischen den Zügeln verringern den Druck auf das Gebiss.

Binde ein Pferd niemals an den Zügeln an. Wenn es erschrickt oder auszuweichen versucht, kann es sich selbst Verletzungen zufügen!


Begegnung von Artgenossen

Wenn sich Pferde begegnen solltest du darauf achten, dass sie auf keinen Fall an ihrem Artgenossen schnuppern oder Nasenkontakt suchen! Eine instinktive Abwehrreaktion bis hin zum ausschlagen können die Folge sein.

Wenden, Rückwärtslaufen und anbinden

Das ist gar nicht so schwer, wie es sich anhört. Du musst nur einiges dabei beachten:
Wende das Pferd beim Führen immer nach rechts. Bei einer Linkswendung besteht die Gefahr, dass es ungewollt auf deinen Fuß tritt. Halte das Pferd auch weit genug von dir weg, so dass es nicht versuchen kann deinen Weg zu kreuzen, denn auch dabei sind deine Füße in Gefahr.

Beim Rückwärtsrichten sollte ein leichter Druck auf das Buggelenk genügen und das Pferd wir einige Schritte rückwärtsgehen.

Achte beim Anbinden darauf, dass das Pferd spüren muss in Gefahrensituationen ein paar Schritte ausweichen zu können. So kann es einen nötigen sicherheitsabstand zwischen sich und der empfundenen Gefahr legen.

Du solltest einen sicheren Anbindeplatz frei von möglichen Gefahrenquellen für das Pferd wählen. Binde dabei das Pferd mit einem vorschriftsmäßigen Anbindeknoten an, der sich mit einer Hand wieder lösen lässt.

Zusammenfassung:

  • Führe das Pferd mit der rechten Hand auf Höhe der linken Pferdeschulter
  • Wähle zum Führen eine Ausrüstung mit der du das Pferd sicher unter Kontrolle hast.
  • Halte beim Vorbeiführen an anderen Pferden den größtmöglichen Sicherheitsabstand ein.
  • Achte auf Disziplin des Pferdes beim Führen.
  • Ende möglichst nach rechts.
  • Stelle dich dem Pferd gegenüber, wenn du es rückwärts schieben willst.
  • Entlasse das Pferd in die Box oder in die Weide erst, nachdem du es mit dem Kopf Richtung Ausgang gedreht hast.
  • Erzwinge nicht die Begegnung mit furchteinflößenden Gegenständen, wenn ein Pferd angebunden ist. Furcht kann in Panikaktionen umschlagen.
  • Binde das Pferd niemals an beweglichen Teilen (z.B. Tür) an. Wenn diese sich bewegen kann das Pferd in Panik geraten.

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